Wie sind Tagesgeldkonten entstanden?

Bis zu den 1990er Jahren wurden vor allem Sparbücher für das Anlegen von Geld genutzt bis die französische Bank Banque D`Escompte Paris die erste Internetbank „First-e“ gründete und zunächst nur das Tagesgeldkonto anbot. Um ihr Angebot besonders attraktiv zu gestalten, bot sie ihren Kunden das Konto mit einem Zinssatz von 6 % im Jahr an. Die Bank musste zwar kurze Zeit wieder später schließen, weil sie mit einem einzigen Produkt kaum Gewinn erzielen konnte. Damit war jedoch genug Werbung für das Tagesgeldkonto gemacht worden, sodass andere Banken diese Art des Kontos in ihr Portfolio aufnahmen und tüchtig dafür warben. Für diese Konten konnten sie sodann mehr Kunden gewinnen, als für die Anlage in Fonds, die nach dem Börsencrash vom Jahr 2000 nicht viel Vertrauen der Anleger zurück gewinnen konnten.
Das Tagesgeldkonto mit seinem hohen Zinssatz diente den Banken auch als ein Fenster, um Kunden auch für andere Produkte zu gewinnen, mit denen sie die Kunden davor schwer erreichen konnten. Dazu gehören zum Beispiel die Fonds und die Kredite. Einige Banken haben mit Erfolg Kunden für gleichzeitig ein Tagesgeldkonto und für ein Fonds gewonnen, indem sie ihm einen sehr hohen Zinssatz anboten, wenn er sein Geld auch in den Fonds anlegte.
